Von der Feurwehr zum gemeinsamen Einsatzzentrum

Es war wohl die stetig steigende Einwohnerzahl und die Sorge um deren Wohl, die die Gemeindeverwaltung 1896 dazu bewegte, einen sogenannten „Brandschuppen“ bauen zu lassen. Dieser befand sich im „Schwarze Wee“ in Düdelingen und beherbergte das wenige vorhandene Feuerwehrmaterial. Weil man aber dem Feuer immer noch weitgehend unorganisiert und wehrlos gegenüberstand, riefen einige engagierte Männer 1899 eine freiwillige Feuerwehr ins Leben.

Am Abend des 10. Juni 1899 trafen sich im oberen Saal des alten Gemeindehauses in Düdelingen einige engagierte Männer und beschlossen nun endgültig die Gründung einer Düdelinger Feuerwehr. Es waren die Herren Nicolas Petry, Dr. Weber, Dr. Leclère, Theo Roeser, Nic Berwick, Alphonse Koener, Jean Reis, Pierre Klepper, Pierre Spaar, François Eiffes, Nic Flammang, Pierre Pauly sowie der damalige Bürgermeister Jean Nieles.

 

01. Juli 1899

Am 01. Juli 1899 war es soweit. Die Gründung der Düdelinger Feuerwehr fand im alten Gemeindehaus mit dem damaligen Präsidenten und dem ersten Kommandanten Nicolas Petry statt. Man nutzte den großen Feuerwehrschuppen von 1896 im „schwarze  Wee“.

1901

Die Düdelinger Feuerwehr erhält ihre erste Fahne.

1904

Der Kantonalverband Esch wird in Düdelingen ins Leben gerufen. Erster Präsident ist Leo Metz.

1908

Der Festzug anlässlich der Feierlichkeiten zum Düdelinger Stadtrecht wird vom Feuerwehrkorps angeführt.

1912

Der Feuerwehrschuppen von 1896 im „Schwarze Wee“ wird ausgebessert und vergrößert.

1914-1918

1.Weltkrieg

Die Aktivitäten der Luxemburger Wehren werden eingestellt

1919

Wiederaufnahme der Tätigkeiten nach Kontaktaufnahme der Wehren im Düdelinger Kasino.

1924

Der erste Übungsturm wird neben dem Waschbrunnen im „Schwarze Wee“ gebaut.

1928

Die Düdelinger Hütte erwirbt ihr erstes Ambulanzfahrzeug, welches auch die Krankentransporte außerhalb des Werkbereiches abdeckt.

1930

 

Beim Bau des neuen Stadthauses errichtete man auch neue Räumlichkeiten und Garagen für die Feuerwehr sowie einen modernen Exerzierturm, welcher heute noch als Schlauchturm dient. Der lang ersehnte „Pompjeesschapp“ wurde endlich Wirklichkeit.

1933

Die Feuerwehr Düdelingen erhält ihre zweite Fahne.

 

1936

Die Gemeinde kauft eine Anhängerleiter mit einer Maximalhöhe von 24m.

Bezeichnung: AL-24

1937

Das erste Löschfahrzeug der Marke Ford mit Vorbaupumpe nimmt seinen Dienst auf.

Dieses Fahrzeug wurde von der Gemeinde gekauft. Bezeichnung: LF-24

1938

Bei der Düdelinger Hütte wird eine neue Werksambulanz angeschafft.

1940-1945

2. Weltkrieg

Die Aktivitäten der Düdelinger Feuerwehr stehen unter deutschem Kommando. Die Vereinsfahne darf nicht mehr gezeigt werden. Um der Mitgliedschaft in der Hitlerjugend oder anderen nationalsozialistischen Vereinigungen zu entgehen, treten viele Düdelinger Männer der Feuerwehr bei.

Bei jedem Fliegeralarm ist es Pflicht den Feuerwehrturm mit mindestens 2 Beobachtern zu besetzen.

Der gesamte Dienst der Werksambulanz wird vom „Deutschen Roten Kreutz“ übernommen. Die motorisierten Krankentransporte werden wegen Benzinknappheit auf ein Minimum reduziert.

1945

Nach Kriegsende: das Düdelinger LF-24 ist verschwunden…

Im August 1945 stossen amerikanische Truppen im Raum Trier zufällig auf das Düdelinger Löschfahrzeug und melden den Fund. Die Düdelinger Feuerwehrleute

machen sich unverzüglich auf den Weg um es zurückzuholen, damit es seinen

Dienst möglichst bald wieder aufnehmen kann. Dies ist nicht einfach, da das LF24 betriebsunfähig ist, außerdem ist sämtliches Zubehör und Werkzeug verschwunden. Nach vielen Arbeitsstunden kann der Wagen dann wieder zur Brandbekämpfung ausrücken.

1945

Wiederaufbau der Luxemburger Wehren. Im Mittelpunkt steht der Mensch. Gesundheit, Altersversorgung und Sicherheit haben Vorrang. Das Löschmaterial wird den Verhältnissen angepasst und es werden Lastenhefte geführt. Zeitgemäße Feuerwehrhäuser werden errichtet und die gesamte Organisation neu strukturiert. Veröffentlichung eines neuen Handbuches mit überarbeiteten Übungsvorschriften und Prägung einer neuen Verdienstmedaille.

1949

Auf Veranlassung der Gemeindeverwaltung werden die Feuerwehrmänner in Düdelingen mittels Telefon zum Einsatz gerufen.

1952

Der Düdelinger Gemeinderat stimmt dem Kauf eines Ambulanzwagens zu. Die freiwillige Feuerwehr trägt von nun an, gemeinsam mit der Polizei, die Verantwortung für die „Erste Hilfe“ am Unfallort.

1953

Einführung des „stillen Alarms“

1954

 Die Werksambulanz des Hüttenwerkes ist nur noch für das Hüttenpersonal und deren Angehörige zuständig.

1955

Am 1. Januar 1955 erfolgt schließlich die Inbetriebnahme der städtischen

Ambulanz.

1957

Der 42. Landeskongress der Feuerwehren findet in Düdelingen statt.

Eröffnung der Luxemburger Feuerwehrschule. In Westeuropa kann Luxemburg

mit der grössten Anzahl an Feuerwehrleuten, in Relation zur Einwohnwerzahl,

 auftrumpfen.

1958

Die Düdelinger Wehr erhält von der Stadt ein modernes Tanklöschfahrzeug

Dies ist das erste TLF in Luxemburg mit einer Hoch- und Niederdruckpumpe.

Bezeichnung: TLF 16-24. Der Tank dieses Löschfahrzeugs fasst 2400 ltr Wasser.

1959

Man freut sich über die dritte Fahne.

1960

Die Luxemburger Wehren wollen sich weiterentwickeln und wünschen noch intensivere und höher qualifizierte Schulungen. Spezielle Rettungskurse werden zusätzlich in das Lernprogramm der Feuerwehrschule aufgenommen.

1960-1961

Ende 1960, Anfang 1961, kommt es im Rahmen einer Reorganisation der Protection Civile zur Gründung des „centre de secours Dudelange“.

Das erste städtische Ambulanzfahrzeug, ein Volkswagen, bleibt bis zum Jahr 1967 im Dienst. Es wird dann von einer Citroën-Ambulanz der Protection Civile, mit zwei übereinanderstehenden Tragebahren, ersetzt. Hiermit wird dann auch der städtische Ambulanzdienst vom nationalen Ambulanznetz der Protection Civile übernommen.

1966

Gründung einer Fahrschule für Feuerwehrfahrzeuge über 3500 kg.

Die noch junge nationale Feuerwehrjugend zählt bereits 170 junge Menschen. Auch die Düdelinger Jugend ist dabei.

1968

Das landesweite Projekt zur Schaffung einer Rente für 65 Jahre alt gewordene Feuerwehrleute wird nun Wirklichkeit.

17.Mai 1969

Im Beisein von Großherzog Jean und vieler Honoratoren von Staat, Gemeinde und Feuerwehr, wird in Niederfeulen offiziell die Feuerwehrschule eröffnet.

Das Thema „Zusammenarbeit von Feuerwehr- und Ambulanzwesen“ findet seit den 60er Jahren, in jedem Jahresbericht seinen Platz. Man hat erkannt, dass eine fruchtbare Arbeit nur in guter Kooperation möglich ist.

1972

Nicht weniger als 101 Jugendleiter nehmen am 1. Jugendleiterlehrgang in der nationalen Feuerwehrschule in Niederfeulen teil.

1973

Vergrößerung der Räumlichkeiten und Garagen im Stadthaus für Feuerwehr und Protection Civile.

Erwerb einer neuen Drehleiter mit einer Steighöhe von 30 m. Bezeichnung: DL-30. Aufbau Magirus Deutz.

Diese DL wird 2006 nach Kayl übergeben und später sogar nach Portugal.

1974

Ein ganz besonderer Ehrentag wird gefeiert:

75 Jahre Düdelinger Feuerwehr mit 65 aktiven Mitgliedern, darunter 10 Vertreter der Jugendfeuerwehr. Die Düdelinger Wehr erhält ihre vierte Fahne. Die Signal- und Alarmanlage, via Postleitungen, wird 20 Jahre alt.

1976

Eine gemeinsame Übung der Sektion des Zivilschutzes und der Freiwilligen Feuerwehr von Düdelingen findet statt. Es werden praktische Rettungsübungen eingeführt, die technische und menschliche Fähigkeiten aufeinander abstimmen.

1978

Ein Tanklöschfahrzeug der Marke Mercedes 911 mit 1800 ltr Wasser und 100 ltr Schaummittel wird angeschafft. Ein hydraulischer Rettungssatz gehört zur Ausrüstung des neuen TLF’s. Bezeichnung TLF 8/8-RW. Aufbau Ziegler.

In Düdelingen werden die 40 Feurwehrleute 81mal zum Einsatz gerufen.

1979

Es gibt 20 Jugendfeuerwehrleute in Düdelingen.

1980

Jeder Feuerwehrmann erhält einen sogenannten „Piepsert“, über den die

Notrufzentrale 012 den Alarm auslöst.

31.Juli 1981

Die Düdelinger Feuerwehr muss sich einer besonderen Herausforderung stellen. Ein belgisches Militärflugzeug des Typs Mirage III rast gegen den auf dem «Ginzebierg» stehenden 300 m hohen Fernsehsender von RTL. 3 Todesopfer sind bei dem Unfall zu beklagen.

Weit über 100 Feuerwehreinsätze im Jahr.

1982

Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens des Typs Ford Transit.

1983

Der Landesverband feiert sein 100jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass bringt die Post die erste Feuerwehrbriefmarke des Landes heraus.          

1984

Kantonaltagung in Düdelingen.

1985

Erwerb eines Tanklöschfahrzeuges der Marke Renault  mit 2400 ltr Wasser und 100 ltr Schaummittel. Bezeichnung TLF 16/24. Aufbau: Rosenbauer

1988

Die Düdelinger Jugendfeuerwehr erlebt magere Zeiten. Die Mitgliederzahl fällt auf vier zurück.

1990

Die Jugendfeuerwehr kann wieder aufatmen. 9 „Jugendpompjeën“ werden in Düdelingen betreut. Tendenz steigend.

1992

Umzug vom „aale Pompjeesschapp“ in das neue Interventionszentrum in der Luxemburger Strasse. Die Zusammenarbeit von Protection Civile und Freiwilliger Feuerwehr wird vom neuen Einsatzzentrum aus abgewickelt.

Ein neuer Schnellrettungswagen der Marke VW  LT35 wird von Protection Civile und Feuerwehr rund um die Uhr gemeinsam im Rettungsdienst besetzt.

Bezeichnung: VRW. Aufbau: Ziegler

1993

Symbolischer Neubeginn im Düdelinger Rettungsdienst. Das Logo der Gemeinde wird in das der Feuerwehr und Jugendfeuerwehr integriert. Die Feuerwehr und die Gemeinde Düdelingen sind zusammengewachsen.

Erstmalig wird für alle aktiven Mitglieder und ihre Partner ein „Neujahrsessen“ veranstaltet.

17.März 1993

Das neue Einsatzzentrum wird nach 3 Jahren Bauzeit offiziell seiner Bestimmung übergeben. Das CID, Centre d’Intervention Dudelange, wird von John Oestreicher als Zenterchef und Henri Glesener als Wehrführer übernommen.

1993

Die Mitgliederzahl bei der Jugendfeuerwehr steigt von Monat zu Monat; sicherlich auch durch die Attraktivität des neu eingeweihten Interventionszentrums. Das Mindestalter wird von 10 auf 8 Jahre herabgesetzt.

März 1993

Théo Mangen, langjähriger Leiter der Erste Hilfe Kurse in Düdelingen, übergibt das Zepter an Martin Simon, der bis heute die Erste Hilfe Kurse in Düdelingen leitet.

1.Mai 1993

Das traditionelle Binden des Maikranzes und Anbringen am Haus des Bürgermeisters, des Zenterchefs und des Wehrführers wird von Protection Civile und Feuerwehr erstmals gemeinsam durchgeführt.

19.September 1993

„Porte Ouverte“ bei der  Protection Civile und Feuerwehr. Stolz werden der Bevölkerung das neue Einsatzzentrum und die Einsatzfahrzeuge präsentiert.

Dezember 1993

Der neue RTW A 5466 wird in Betrieb genommen.

Februar 1994

Alain Becker und Martin Simon werden zu „chef de centre adjoint“ ernannt. Probeweise findet während der Faschingferien ein 2. Bereitschaftsdienst statt. Um dem geänderten Freizeitverhalten gerecht zu werden, werden die Dienstzeiten geändert. Die „Ambulanz Diddeleng 2“ ist aus dem Rettungsdienst nicht mehr wegzudenken und bringt es auf immerhin 180 Einsätze jährlich.

Der altgediente „Piepsert Pageboy 2“von Motorola wird vom digitalen Funkmeldeempfänger „Firestorm“ abgelöst. Zusätzlich zur stillen Vibrations-Alarmierung können in Sekundenschnelle sowohl Einzel- wie auch Gruppenrufe ausgelöst werden.

Januar 1995

Düdelingen entkommt nur knapp einer Katastrophe. Dieselbe Tankstelle, die schon 1980 für einen Zwischenfall gesorgt hatte, ist Verursacher erneuter Aufregung. Wieder einmal läuft Benzin aus, wieder einmal droht Explosionsgefahr und wieder einmal sind Feuerwehr und Zivilschutz unermüdlich im Dauereinsatz. Doch nun ist die Schließung der Tankstelle besiegelt.        

1.Juli 1995

Der Feuerwehrkommandant führt von nun an sein Amt nicht mehr nur ehrenamtlich, sondern hauptberuflich aus. Seine Räumlichkeiten befinden sich auch im neuen Interventionszentrum.

1995

Ein besonderer Rekord wird verzeichnet:

30 Jugendfeuerwehrmitglieder.

1996

Alain Becker übernimmt von John Oesterreicher den Posten als Zenterchef.

7.Dezember 1996

Eine neue Drehleiter der Marke Merceds Benz wird in Betrieb genommen.

Bezeichnung: DLK 23/12. Aufbau: Metz Drehleitern

1997

Erste Generalversammlung der Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Protection Civile.

30jähriges Bestehen der Düdelinger Jugendfeuerwehr. Organisation eines Jugendzeltlagers in Düdelingen.

 

1998

Der neue RTW A 1482 - erstmalig mit Automatikgetriebe - wird in Betrieb genommen.

Es wird mit einer jahrelangen Tradition gebrochen um gleichzeitig eine neue Tradition zu begründen. Der traditionelle „Pompjeesbal“ ist in die Jahre gekommen. Auf der „Place Jean Fohrmann“ wird ein Riesenzelt aufgerichtet, in dem Freitags die „Celtic Celebration“ stattfindet, eine von der Düdelinger Kulturkommission ins Leben gerufene Veranstaltung, bei der schottische, bretonische und irische Musikgruppen für gute Stimmung sorgen. Am darauffolgenden Abend sorgen im selben Zelt die Besucher des „Pompjeesbal“ für ausgelassene Tanzstimmung.

Das „Zeltik“ ist geboren.

1999

Das 100jährige Bestehen der Düdelinger Feuerwehr wird mit verschiedenen Veranstaltungen gebührend gefeiert:

Eine Konferenzreihe, eine Festsitzung, eine Aufführung des "Theatre of Fire" aus Irland, eine Ausstellung zum Thema Feuer, eine Sportveranstaltung und ein besonderer Tag der offenen Tür im Einsatzzentrum. Gleichzeitig erhält die 100jährige Feuerwehr eine neue Fahne. Die Fünfte.

Januar 2000

Erstmalig nehmen die aktiven Mitglieder des Einsatzzentrums am Neujahrsempfang der Stadt Düdelingen teil.

Februar 2000

Christian Flammang legt sein Amt als beigeordneter Wehrführer und zugleich auch sein Amt als „chef de centre adj.“ nieder. Raymond Schillinger übernimmt an seiner Stelle beide Ämter.

19.Juli 2000

Brandinferno in der „Niddeschgaas“

Zu einem folgeschweren Grossbrand kommt es am Morgen des 19. Juli 2000. Durch einen Kurzschluss an einem Kühlschrank kommt es zu einem Brand in einem Antiquitätenladen welcher sich auf das gesamte Wohnhaus ausbreitet. Für eine ältere Frau, einen Mann und seine Tochter kommt leider jede Hilfe zu spät.

Im Einsatz sind mehr als 100 Feuerwehrleute und „Ambulanciers“ aus Düdelingen, Bettemburg, Kayl und Esch/Alzette.

Die Anteilnahme der Bevölkerung ist riesengross.

2001

Ein Artikel über die verbesserungswürdigen Zustände im Luxemburger Ambulanzdienst erregt die Gemüter und sorgt für reichlich Diskussionsstoff, Medieninteresse und persönliche Anfeindungen.

11.September 2001

Der Anschlag auf das World Trade Center in New York erschüttert weltweit die Menschen und besonders die Mitglieder der Rettungsdienste. Schneller als vielleicht sonst üblich werden auf nationalem Plan Gelder zur Aufstockung und Verbesserung von Einsatzmaterial freigesetzt.

November 2002

Der Fuhrpark der Feuerwehr Düdelingen wird um einen ELW 2 und einen Smart erweitert. Das TLF 8/8-RW wird durch ein modernes TLF 3000 der Marke M.A.N. mit Druckluftschaumanlage ersetzt. Bezeichnung: TLF 3000. Aufbau: Gimaex Schmitz

90 freiwillige Helfer sind bei der Feuerwehr und beim Zivilschutz in Düdelingen aktiv und 20 Jugendliche sind eingeschrieben.

März 2003

Der MTW der Feuerwehr verunglückt bei einer Versorgungsfahrt und muss ausgemustert werden. Im selben Jahr wird das Einsatzzentrum zum regionalen Standort eines Infektionsrettungswagens (I-RTW).

 

 

Juli 2003

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Düdelinger Rettungsdienstes: der neue RTW A 1835 wird in Betrieb genommen. Die Ausstattung setzt neue Maßstäbe in der Telekommunikation und in der Medizintechnik.

Erster durchgeführter Infektionstransport.

In Düdelingen findet ein internationaler Freundschaftsbesuch der polnischen Wehr aus Lebork statt.

Erstmalig wird in diesem Jahr die Grenze von 200 Notarzteinsätzen überschritten.

2004

Feierliche Einweihung der neuen Einsatzfahrzeuge: I-RTW, KDW, RTW und WLF mit Showeinlagen der Aktionskünstler von „Pico Bello“.

2005

Feierlichkeiten zum 50jährigen Bestehen des Ambulanzdienstes in Düdelingen. Zunahme an Einsätzen von rund 7% im Vergleich zum Vorjahr.

11.Oktober 2006

Ein besonders schweres Zugunglück auf der Eisenbahnstrecke Luxemburg-Nanzig ereignet sich zwischen Düdelingen und Zoufftgen, im französisch-luxemburgischen Grenzgebiet. Sechs Tote, darunter die beiden Lokführer, und zahlreiche Schwerverletzte sind die traurige Bilanz des Unglücks. Die Rettungskräfte aus Düdelingen sind als erste vor Ort und ihnen bietet sich ein Bild der totalen Verwüstung. Kurze Zeit später wird der in Luxemburg gültige „plan nombreuses victimes“ ausgelöst. Luxemburg schickt rund 130 Helfer an den Unfallort zur Unterstützung der 100 französischen Rettungskräfte. Nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten verlaufen die gemeinsamen Rettungsarbeiten jedoch vorbildlich. Nach drei anstrengenden Tagen ist der Einsatz beendet.

Oktober 2006

Regionale Einsatzübung der Zentren Bettemburg, Düdelingen und Kayl.

Dezember 2006

Hitzige Diskussionen um die Erstalarmierung bei Unfällen mit "Sauvetage". Die Feuerwehren sehen sich trotz angemessener Ausbildung und adäquater Ausstattung aufgrund gesetzlicher Bestimmungen gegenüber der "Protection Civile" benachteiligt. Eine Fusion beider Dienste wird als mögliche Lösung ins Auge gefasst.

Oktober 2007

Inbetriebnahme des neuen medikalisierten RTW AA1683.

Ausserdem wird ein Kleinalarmfahrzeug "KLAF" angeschafft um bei kleineren Einsätzen wie z.B. Türöffnungen auszurücken.

Das TLF 16/24 und der VRW müssen aus Altersgründen ausgemustert werden.

Als Ersatz kommt nun ein Hilfeleistungstanklöschfahrzeug der Marke Mercedes Benz zum Einsatz. Erstmals wird ein einziges Fahrzeug für Brände und Verkehrsunfälle zugleich in Luxemburg angeschafft. Das Fahrzeug ist mit einem hydraulischen Rettungssatz und einer One/Seven Druckluftschaumanlage ausgestattet.  Bezeichnung: HTLF 20 STA. Aufbau: Gimaex Schmitz

Herbst 2007

Als Folge der schon länger anhaltenden öffentlichen Debatte wird der sogenannte Weisenrat des Zivilschutzes (Comité des Sages de la Protection Civile) gebildet. Mitglieder sind: Alain Becker, Marc Braun, Roland Disiviscour, Patrick Fisch, Henri Glesener, Jean-Jacques Schroeder, Claude Stephany, Serge Wagener und Alain Weisgerber. Der Weisenrat führt Gespräche mit dem zuständigen luxemburgischen Minister für das Rettungswesen, Innenminister Jean-Marie Halsdorf, und erläutert den Handlungsbedarf im Bereich des Rettungswesens.

 

 

Dezember 2007

Die gemeinsame Willenserklärung der Verantwortlichen von Feuerwehr und Zivilschutz, ein historisches Dokument, stellt die Weichen in eine sichere Zukunft. Es wird als gemeinsames Ziel festgehalten Feuerwehr, Rettungsdienst und  Ambulanzdienst in einer einzigen Organisation zu vereinigen. Da dieses Vorhaben, bedingt durch die Einführung eines neuen Gesetzes und die Klärung der Kompetenzen, einige wertvolle Zeit in Anspruch nehmen wird, einigt man sich in einem wichtigen Bereich zu beginnen: der Ausbau der bestehenden Jugendfeuerwehr, die gemeinsame Jugendarbeit und die damit verbundene einheitliche Ausbildung.

Der Grundstein für das neue Luxemburger Rettungswesen wurde damit gelegt.

2009

Zum ersten Mal nehmen 2009 sämtliche großen Parteien in Luxemburg die Reform

der Rettungsdienste in ihr Wahlprogramm auf. Nach den Wahlen im Juni 2009 wird

eine Regierungserklärung veröffentlicht, die mit konkreten Daten wegweisend die

Rettungsdienste reformieren will, und auf die Notwendigkeit der Schaffung eines

neuen Gesetzes für die Rettungsdienste in naher Zukunft hinweist.

2010

Wegen akutem Personalmangel tagsüber, nehmen zum 1. Februar 2010 landesweit

13 hauptberufliche „Ambulanciers“ ihren Dienst auf, davon zwei im Einsatzzentrum

Düdelingen. Sie gewährleisten tagsüber die Einsatzbereitschaft der beiden

Rettungswagen und unterstützen die Freiwilligen beim Bereitschaftsdienst.

2011

Seit dem 1. Dezember 2011 verrichtet ein dritter haupberuflicher „Ambulancier“ seinen Dienst im Düdelinger Einsatzzentrum.

Der altgediente ELW2 wird ausgemustert und durch einen neuen ELW 1,5 der Marke Mercedes Benz ersetzt.

Dieses Fahrzeug ist mit modernster Telekommunikationstechnik ausgestattet.

Bezeichnung: ELW 1,5  Einsatzleitwagen. Aufbau: Binz.

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